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Zum diesjährigen (102.) Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnfest nach Freyburg reiste eine neunköpfige Delegation aus Artern — und erlebte ein Wochenende, das vor allem eines verlangte: Flexibilität.

Der Samstag begann buchstäblich im Wasser. Der frühe Durchgang der Senioren fiel dem Dauerregen komplett zum Opfer, Jenny und Uwe blieben trotz Startbereitschaft ohne Wettkampf. Zur Mittagszeit riss der Himmel zumindest zwischen den Schauern auf und der Veranstalter reduzierte das Programm von drei Geräten auf Stufenbarren und Balken.

So kam Suri in der Leistungsklasse 2 doch noch zum Zug: ein starker Auftritt am Balken und eine schwungvolle Übung am Stufenbarren waren ihr Lohn in der neuen schwierigeren Altersklasse.

Das Ausrufezeichen des Tages setzte die Jugendturnerin Resi. Ihre Stufenbarrenübung brachte einen Gerätewert von 11,8 Punkten und am Balken zeigte sie erstmals in Freyburg einen Bogengang rückwärts — sehenswert und mutig zugleich! In einem starken Feld belegte sie Rang neun.

Für den einzigen ungeplanten Programmpunkt sorgte eine Wespe: Natalie wurde aber von den Sanitätern bestens versorgt und war am Abend wieder in guter Gesellschaft — beim traditionellen Turnerball in der Sektkellerei, wo der lange Wettkampftag tanzend ausklang.

Am Sonntag zeigte sich das Wetter verlässlicher. Lara ging in der Leistungsklasse 4 an den Start, kämpfte sich durch den Stufenbarren und präsentierte sich am Balken absolut solide — 11,3 Punkte waren der verdiente Lohn.

Bemerkenswerte Leistungen unter Bedingungen, die einiges abverlangten. Und Erinnerungen, die weit über die Wertungstabelle hinausreichen.

Beim 2. Wettkampf der 2. Landesliga in Jena trat das Team des ATV diesmal vollständig an: Jenny, Resi, Lotta, Resi, Elli, Maja Lara und Suri gingen gemeinsam an die Geräte.

Der Start am Schwebebalken verlief zunächst nicht optimal. Dennoch zeigte das Team Nervenstärke: Lara präsentierte ihre Übung souverän ohne Sturz. Besonders erfreulich war zudem, dass alle Turnerinnen die Rolle rückwärts sicher und ohne Fehler durchturnten.

Am Boden fand die Mannschaft zurück zu ihrer gewohnten Stärke. Mehrere Wertungen im 12er-Bereich trugen maßgeblich zum Teamergebnis bei. Ein besonderes Highlight setzte Resi, die ihre Kür zu neuer Musik präsentierte und mit ausdrucksstarker Darbietung überzeugte.

Am Stufenbarren hingegen konnte das Team erneut wichtige Zähler sammeln: Resi turnte erstmals eine neue Verbindung aus Kippe sowie Umschwung vorwärts und rückwärts – auch wenn sie beim Flugelement die Stange knapp verfehlte. Elli überzeugte mit einem hoch geturnten Flugteil und erhielt den vollen Ausgangswert. Suri zeigte eine sehr saubere Übung, bei der die Kampfrichter nur wenige Abzüge fanden.

Am Ende belegte die Mannschaft einen guten 5. Platz. Insgesamt war es eine starke und geschlossene Teamleistung, die eine positive Entwicklung im Saisonverlauf erkenne lässt.